Unter Tage - Grönemeyer
Unter Tage
Schwarzes Meer
Stell keine Fragen
Stell Dich her
Ob ich Dich mag
Hat hier kein Gewicht
Wichtig ist
Du ziehst mich ans Licht
Nur ein Blick
Kein Spruch, kein Spass
Keine Schwüre
Klares Augenmaß
In der Not
Sicher und gefasst
Hauptsache ist
Auf dich ist Verlass
Stehst Du ein
Im grauen Staub
Tief im Dunkel
Kennst du dich aus
Wenns drauf ankommt
Wenn es passiert
Bleibst du ruhig
Bist Du routiniert
Stemmst Du die Gefahr
Kennst Du die Gefahr
Nur ein Blick
Kein Spruch, kein Spass
Keine Schwüre
Klares Augenmass
In der Not
Sicher und gefasst
Hauptsache ist
Auf dich ist Verlass
Ein Griff
Kein falsches Spiel
Woher du kommst
Zählt hier nicht viel
Es gibt nur ein einziges Maß
Hauptsache ist
Auf dich ist Verlass
Unsere Sonnen werden steigen
Werden miteinander durchgehen
Uns im Schicksal vereisen
Werden auf Bergspitzen stehen
Wenn die Wände sich neigen
Bricht Du für mich den Stein
Holst Du mich aus dem Feuer
Lässt Du mich nicht allein
***
Ich habe vor Monaten, als ich dieses Lied mit auf den Weg gab, nicht darüber nachgedacht, dass man mir nicht in meinen Kopf gucken kann und somit weiß, wie ich das Lied interpretiere. Welchen Bezug ich herstelle. Wie ich das alles gemünzt habe. Ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass es unter Druck setzen kann. Unter Erwartungsdruck. Gut das wir darüber gesprochen haben. Für mich stellt dieses Lied keine Erwartung. Kein Soll Zustand sondern den Ist Zustand. Genau so (mit wenigen Ausnahmen innerhalb des Textes) empfinde ich. Drückt es aus, wie es mir bereits geht. Nicht wie ich mir wünsche, das es mir geht.
Es war immer Verlass. Ich hatte nie das Gefühl mit mir - und allem was mich ausmacht - wird gespielt. Hatte nie den Eindruck, ich müsste eine Geschichte erzählen oder bekomme eine geliefert. Ich hatte nie den Eindruck ich werde verarscht, belogen oder böswillig manipuliert. Es ist einfach wie es ist.
Natürlich ist es wichtig, dass ich Dich mag, wobei das "Mögen" unterschiedliche Färbungen einnimmt. Einnehmen kann. Es spricht von Symphatie, Vertrauen. Keiner Busenfreundschaft oder gar amourösen Gefühlen. Wobei ich feststellen musste, dass sich mein "Mögen" im Laufe der Zeit deutlich gewandelt hat. Ich mag Dich eben doch.
Klarheit. Verlass. Ruhe. Keine Panik schieben. Kein Drama machen. Dinge benennen wie sie sind, weil sie sind. Nicht gezielt hochpushen oder besänftigen und runterspielen. Wenn's Scheisse ist, ist es Scheisse. Wenn's gut ist, ist es gut. Nicht mehr, nicht weniger. Das gab viel Sicherheit und die Möglichkeit mich zu öffnen. Und zwar ohne Karten und Rückzugsmöglichkeiten in der Hinterhand. Zumindest gefühlt.
Ich werde nicht aus dem Feuer geholt. Aber auf den Boden der Tatsachen. Und man mag es sehen, wie man möchte ... diesen Weg bin ich nicht allein gegangen sondern mit Deiner Unterstützung. "Soviel wie nötig, so wenig wie möglich." Dafür Danke ich Dir.